Diesen Moment akzeptieren – und wahrhaftig frei sein

Ein guter Tag, ein schlechter Tag. Eine Phase, in der irgendwie alles zu funktionieren scheint, was Du dir vornimmst – und dann eine Phase, in der so gar nichts klappen will. Höhen, Tiefen, Ups, Downs. Herausforderung und Entspannung. Jeden Tag. Immer und immer wieder im Wechsel. Mal schnellere kürzere Abschnitte und mal welche, die länger andauern

doch der Wandel kommt immer, früher oder später.

So ist es, das Leben in dieser Welt.

Und eigentlich weißt Du das auch. Wer würde dieser Wahrheit ernsthaft widersprechen wollen?

Und doch passiert es dir immer wieder: die eine Katastrophe, das eine Negativereignis, mag es noch so ‚klein‘ sein – und plötzlich steckst Du gedanklich mittendrin:

Das sollte doch nicht so sein. Das habe ich mir doch anders gedacht, das war doch alles anders geplant. Warum hat er das jetzt gesagt? Warum hat sie das nicht gemacht? Warum hat er mich nur verlassen? Warum habe ich den Job nicht bekommen?

Du hattest andere Erwartungen, eine andere Vision für das, was passieren sollte in deinem Leben – und doch kommt auf einmal alles anders. Du bist traurig, wütend und wirst nur noch trauriger und wütender, je mehr du die Situation in deinen Gedanken ablehnst.

Ja, Du befindest dich im Widerstand. Im Widerstand gegen diesen Moment, gegen das Hier und Jetzt. Im Widerstand gegen den natürlichen Flow des Lebens.

Denn natürlich kannst du in deinem Kopf nicht einfach ‚bestimmen‘, was in deinem Leben genau passieren soll.

Und wenn Du es doch versuchst, leidest du. Du erleidest teilweise starke Emotionen, Trauer und Wut, die du manchmal im ganzen Körper spüren kannst.

Was ist dein Ausweg aus dem Leiden?

Übe dich in Akzeptanz. Akzeptiere, dass ‚Lebendigsein‘ in dieser Welt beides bedeutet: gut und schlecht, glücklich und traurig, erfolgreich und nicht erfolgreich.

Und dann gehe noch einen Schritt weiter in deiner Akzeptanz, indem du realisierst:

All diese Gegensätze sind letztendlich nur gedankliche Beurteilungen dieses Moments. Gedankenformen, die durch dich und andere stattfinden und sowohl austauschbar als auch mit der Zeit wandelbar sind.

Ein Beispiel:

Du bist tottraurig, da dein Partner dich verlässt – deine Familie dagegen ist insgeheim glücklich, weil sie ihn für dich sowieso nicht passend fanden. Doch zwei Jahre später kann der Blick zurück auf diese Situation schon ganz anders aussehen: Die Trennung hat dich inzwischen zu einem ganz neuen Lebensabschnitt geführt, eine Veränderung mit der du wahnsinnig glücklich bist – sodass auch das Verlassenwerden plötzlich eine positive Färbung für dich bekommen hat. Dagegen wünscht sich deine Familie den alten Partner inzwischen zurück, denn du hast dich seit der Trennung in ihren Augen leider zum ‚Negativen‘ gewandelt.

Was heißt das genau? Jede Beurteilung eines Moments, einer Situation ist letztendlich nur eine Gedankenform, die sich genauso wie eine jede Situation selber beständig verändert.

Das Leben schenkt uns Erlebnisse und Ereignisse – doch wer sie letztendlich zu einem ‚guten‘ oder einem ’schlechten‘ macht bist ganz allein Du mit deinen Gedanken. Und da sich diese Wertung auch immer wieder verändert, kannst du genauso gut jetzt in diesem Moment von ihr ablassen.

Übe dich in vollkommener, wertfreier Akzeptanz diese Moments.

Beobachte offen und wach das Spiel des Lebens, was sich tagtäglich um dich herum abspielt auf beeindruckende und faszinierende Weise. Und werde selbst aktiv, spiele mit den Formen dieser Welt in dem Bewusstsein, dass sie nicht von Dauer sind.

Dies ist keineswegs ein deprimiertes Aufgeben, sondern viel eher ein bewusstes Akzeptieren der vergänglichen Natur der materiellen Welt.

Vielmehr macht Dich diese bewusste Akzeptanz wahrhaftig frei, dieses Leben in vollen Zügen zu genießen und wertzuschätzen.

Die Freiheit, nach der Du dich immer gesehnt hast: Du kannst sie hier und jetzt erlangen. Höre auf, dich mit deinen bewertenden und analysierenden Gedanken vollkommen zu identifizieren, sie als ‚die Wahrheit‘ anzusehen.

Und Du bist frei.

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2 Gedanken zu “Diesen Moment akzeptieren – und wahrhaftig frei sein

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